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Pädagogische Grundhaltung

Kindergarten Gruppe

Grundlage pädagogischen Handelns in unserer Einrichtung ist der Situationsorientierte Ansatz.

Theoretisches zum Situationsorientierten Ansatz:
Der situationsorientierte Ansatz ist die Grundlage für eine humanistisch geprägte und professionell gestaltete Elementarpädagogik. Dieser Ansatz befasst sich mit damit, in welchen Welten Kinder heute aufwachsen und wie aus diesem Verständnis heraus eine Elementarpädagogik gestaltet werden kann, um Kinder in ihrer Entwicklung aktiv zu unterstützen. Grundlage für den situationsorientierten Ansatz sind die Lebenswelten der Kinder, ihre besonderen Biografien und die Lebensbedingungen unter denen sie aufwachsen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Kinder in der heutigen Zeit mit Lebensstrukturen groß werden, die ihnen eine aktive Teilnahme am Leben selbst immer stärker erschwert. Kinder voller medialer und konsumorientierter Eindrücke, aufgewachsen in Bedingungen eingeschränkter Handlungsmöglichkeiten und stark begrenzter Räume, Hektik, Reizüberflutung und einer zunehmenden Außenorientierung brauchen aus Sicht des situationsorientierten Ansatzes die Möglichkeit, sich mit Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen intensiv auseinander zu setzen.

Projekte im situationsorientierten Ansatz zielen auf die Lebensthemen der Kinder und orientieren sich nicht mehr an erwachsenen-orientierten Außenthemen, wie es lange in der Elementarpädagogik der Fall war. Diese Projekte sind strukturierte Arbeitsvorhaben und haben mit einer Laissez-faire- oder Anlass-Pädagogik nichts gemein. Der situationsorientierte Ansatz stellt Werte eines humanistischen Weltbildes in den Vordergrund, die es im täglichen Leben mit den Kindern zu realisieren gilt: Respekt und Achtung vor der Einzigartigkeit der Individualität der Kinder, so dass der Kindergarten als ein Ort der Wertschätzung von Kinder erlebt wird.

Struktur als eine Grundlage für eine sinnvolle Orientierungshilfe der Kinder, so dass der Kindergarten Sicherheit(en) vermittelt. Wahrung kindlicher Geheimnisse, so dass Kindergarten als ein Ort des Vertrauens erfahren wird.

Gewährleistung von Zeit, so dass der Kindergarten ein Ort ungeteilter Zeiten ist. Verständnis und Zuverlässigkeit in der Beziehungspflege mit Kindern.

Gewaltfreiheit in seelischen, körperlichen und kognitiver Bedingungen, damit der Kindergarten als ein Ort angstfreier Entwicklung erlebt wird.

Bewegung und Ruhe zum Abbau von Stress und Irritationen, damit der Kindergarten ein Ort für Lebendigkeit und Entspannung ist.

Schaffung von Erfahrungsräumen, so dass der Kindergarten zu einem Ort aktiver bedürfnisorientierter (nicht wunschorientierter) Erlebniserfahrung wird.

Mitsprache und Beteiligung an gemeinsam abgesprochenen Regeln, um den Kindergarten zu einem Ort erfahrbarer Demokratie werden zu lassen.Der situationsorientierte Ansatz führt die pädagogischen Fachkräfte dazu, der Elementarpädagogik und sich selbst, der Einrichtung und der Berufsgruppe ein Profil zu geben um die Arbeit identisch mit den Inhalten und Forderungen einer tiefen Basis der Menschlichkeit zu gestalten.

Die von den Erzieherinnen gemachten Beobachtungen des Kindes und der Gruppe sind Ausgangspunkt für die Entwicklung der Projektthemen und pädagogischen Angebote in den Gruppe. Wir berücksichtigen die individuelle Lebenssituation des Kindes, seine Entwicklungs- u. Lerngeschichte und bieten Erfahrungsräume an, in denen das Kind gegenwärtige und künftige Lebenssituationen möglichst selbstbestimmt, solidarisch und kompetent zu bewältigen lernt.
Wir lassen den Kindern Gestaltungsmöglichkeiten und begleiten sie konstruktiv in der Umsetzung ihrer eigenen Ideen. Durch spezielle Impulse unterstützen wir die Selbstständigkeit u. Eigeninitiative der Kinder und fördern damit soziales und sachkompetentes Handeln.
Unsere Kinder lernen aus dem Erfahrungs- und Sinnzusammenhang, das „ganzheitliche Lernen“ ist wesentliches Ziel der Arbeit in unserer Einrichtung. Die Lernfreude des Kindes wird durch selbsttätige Handlungen und freien Umgang mit Material gestärkt und gefördert.
Im Rahmen des eigenständigen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages als Elementarbereich des Bildungssystems (Kibiz) werden alle Bildungsbereiche innerhalb der Gruppenprojekte berücksichtigt. Hauptanliegen ist die Gesamtentwicklung der Kinder, die emotionale, motorisch-sensorische, kognitive und soziale Prozesse einschließt.
Die schöpferischen Kräfte des Kindes sollen zur Entfaltung gebracht werden, wobei dem Spiel als wesentliche Existenzform der Kindheit eine entscheidende Bedeutung zu kommt.
Durch gezielte Bewegungserziehung ist eine gesunde körperliche Entfaltung möglich, welche die gesamte Entwicklung des Kindes entscheidend beeinflusst und Fehlentwicklungen verhindert.
Die Förderung und Erweiterung des Sprachvermögens, sowie die Vermittlung von Grundwissen über den eigenen Körper, Natur und kulturelle Umwelt sind weitere Inhalte der pädagogischen Arbeit mit den Kindern. Das Einüben demokratischer Verhaltensweisen als Bestandteil des gewaltfreien, partnerschaftlichen und gleichberechtigten Miteinanders von Kindern und Erwachsenen ist ebenfalls ein Schwerpunkt der Elementarpädagogik.